Business Knigge Richtiges Verhalten im Büroalltag

Es gibt viele Regeln im Berufsleben. Vor allem als Berufsanfänger ist es schwierig zu wissen, was man darf und was nicht gerne gesehen wird. Wir verschaffen dir einen Überblick über die wichtigsten Etiketten und Business Knigge im Büro, so dass du nicht direkt in das erste Fettnäpfchen trittst.

Büro-Regeln
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 17.07.2017 | Aktualisiert am: 12.03.2019

Business Knigge und Etiketten im Büro

Wenn man seinen ersten Arbeitstag hat, gibt es viele Gründe, aufgeregt und nervös zu sein. Man möchte seinen Job gut machen und sich super mit seinem Chef und den Kollegen verstehen.

Dass man für den Job der richtige Kandidat ist, sollte man bereits in der Bewerbung und im Vorstellungsgespräch bewiesen haben. Der erste Eindruck wurde schon hinterlassen, für alles Weitere gibt es die sogenannten Etiketten im Büro, sprich bestimmte Regeln, wie man sich im Büro angemessen verhält. In der guten Kinderstube hat man meistens auch schon die ersten und wichtigsten Benimmregeln gelernt.

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1. Regeln für den Berufsalltag

Je nachdem, für welchen Arbeitgeber man arbeitet oder in welcher Abteilung man sitzt, ist der Umgang mit den Kollegen und dem Chef sehr unterschiedlich. Manchmal wird einem direkt das “Du“ angeboten, in manchen Büros kennt man nach fünf Jahren noch nicht den Vornamen der Kollegen. Gute Umgangsformen haben im Büroalltag einen hohen Stellenwert, da man aber am Anfang meistens nicht weiß, welche Umgangsformen im Büro herrschen, ist es sinnvoll, sich zunächst mit den typischen Verhaltensregeln am Arbeitsplatz vertraut zu machen, damit man nicht direkt in das erste Fettnäpfchen tritt.

1.1 E-Mails

Die erste E-Mail auf der Arbeit wartet meistens nicht lange auf sich. Nun stellt sich für viele direkt die Frage, wie sie eine Mail formulieren. Falls man bereits eine E-Mail erhalten hat, dient diese als perfekte Vorlage. Schau dir an, wie deine Kollegen dich in der E-Mail angesprochen haben und wie sie sich verabschieden. Beginnt die Mail beispielsweise mit einem „Hallo XY“, so kannst du deine Kollegen genauso anschreiben. Bei dem Maiverkehr mit dem Chef macht man nichts falsch, wenn man diese wie folgt beginnt: „Sehr geehrter/geehrte Herr/Frau XY“. Falls der Chef einem bereits das „Du“ angeboten hat, kann man die E-Mail ebenfalls mit einem „Hallo Herr/Frau XY“ beginnen. Zur Business Etikette gehört ebenfalls, dass man keine Emoticons verwendet.

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1.2 Dresscode im Büro

Die Wahl der Kleidung im Büro kann gut und gerne sehr viele Nerven kosten. Man möchte nicht zu spießig ins Büro kommen aber auch nicht die Person sein, die als Einzige mit Shirt und Chucks auftaucht. Der Business Dresscode kann sehr variieren und es gibt leider keine Regel, die auf jedes Büro zutrifft. Ein Tipp ist es, bereits im Bewerbungsgespräch darauf zu achten, was die Kollegen und der Chef tragen. Wenn die Herren alle Krawatte tragen, kann man davon ausgehen, dass der Dresscode eher etwas spießiger ist. Falls man als Frau völlig aufgeschmissen ist, welches Outfit das richtige ist, gibt es ein Tipp der immer funktioniert: Dunkle Jeans, helle Bluse und Blazer. Falls man sich zu schick vorkommt, einfach den Blazer ablegen und das Outfit passt.

1.3 Beziehungen im Büro

Finger weg von Arbeitskollegen und dem Chef! Diese Regel ist allgegenwärtig aber Statistiken zeigen, dass sie nicht immer funktioniert. Rund ¼ der Bevölkerung lernt ihren Partner auf der Arbeit kennen. Nicht selten handelt es sich dabei um den Chef. Grundsätzlich ist es also sehr schwierig, hier allgemeine Regeln aufzusetzen. Allerdings sollte man sich über einige Konsequenzen im Klaren sein. Bei einem Verhältnis im Büro kann vieles schief gehen. Hier einmal die wichtigsten Faktoren:

Beziehungen regeln

  • Kollegen können davon Erfahren und man wird zum Gesprächsthema Nummer eins
  • Bei einer Beziehung zu einem Vorgesetzen wird es immer Kollegen geben, die davon ausgehen, dass man sich “hochschläft“
  • Falls eine solche Beziehung scheitert, muss meistens einer seinen Arbeitsplatz wechseln

1.4 Vorsicht bei Kritik

Kritik ausüben ist erlaubt, vor allem wenn es sich dabei um konstruktive Kritik handelt. Dies sollte aber immer unter vier Augen geschehen und nicht mitten im Meeting. So viel zum guten Benehmen. Durch Ich-Botschaften wird die Kritik auch besser angenommen, damit ist gemeint, dass man folgende Sätze oder ähnliche benutzt.

  • Ich habe das Gefühl, dass ...
  • Ich bin der Meinung, dass ...
  • Ich habe bemerkt, dass ...

Dadurch entsteht keine Angriffsituation un dein Gegenüber sollte sich nicht beleidigt fühlen.

Diese Faktoren sind wichtig zu berücksichtigen, bevor man sich auf eine Beziehung mit Kollegen oder Vorgesetzen einlässt. Falls es aber so weit kommt, ist es meistens von Vorteil, offen und locker mit der Situation umzugehen, so dass man gar kein Gesprächsstoff für andere liefert.

2. Business-Knigge im Büro

Zitat - Adolph Freiherr von Knigge
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Zitat von Adolph Freiherr von Knigge

Der erste Schritt in die Arbeitswelt oder in ein neues Unternehmen ist immer eine Herausforderung und Neuland. Man kann sich unangenehme Situationen ersparen, indem man das Verhalten der Kollegen beobachtet und sich im Vorhinein mit dem typischen Verhaltensregeln vertraut macht. Diese Regeln wirst du niemals verschriftlicht an einer Bürowand finden, trotzdem existieren sie und es ist ratsam, sie zu befolgen.

Einige dieser kleinen Regeln und möglichen Verhaltensweisen haben wir für dich im Folgenden etwas genauer vorgestellt.

Business Knigge im Überblick

  • Wenn du „neu“ im Büro bist, warte, bis dir das „Du“ angeboten wird
  • Pünktlichkeit ist sehr wichtig. Stell dir lieber zu Beginn den Wecker 30 Minuten früher, damit du nicht in Zeitdruck geratest. Das gleiche gilt für Meetings. Die meisten Kollegen und Vorgesetzten setzen viel Wert auf Pünktlichkeit
  • Smalltalk ist wichtig aber die Themen sollten sich zunächst auf banale Dinge beschränken. Erzähle nicht direkt von deinem Exfreund, der nervigen Schwiegermutter oder dem blöden Ex-Chef. Themen aus der Politik und Religion sollten auch am besten vermieden werden.
  • Respektier deine Kollegen und ihre Religion. Man muss nicht jede religiöse Verhaltensweise verstehen, aber sofern man selber nicht dadurch bedrängt oder eingeschränkt wird, sollte man sie tolerieren
  • Sei freundlich und aufmerksam. Ein Einfaches “Guten Morgen“ geht leicht über die Lippen, genauso wie jemandem die Türe aufzuhalten. Das zeugt von guten Manieren.

Der Begriff „Knigge“ verdankt diesem Ausdruck den Schriftsteller Adolph Freiherr Knigge. 1788 erschien sein Werk „Über den Umgang mit Menschen“ und sollte als Aufklärung im Umgang mit anderen dienen. Wie vielleicht manche vermuten, findet man im Buch aber nichts über Etikette Benimmregeln.

Hat man sich einmal mit diesen “Benimm-Regeln“ vertraut gemacht, wird man merken, dass einem unangenehme Situationen erspart bleiben. Vielleicht klingen manche dieser Regeln übertrieben oder spießig, allerdings gibt es so viele unterschiedliche Unternehmenskulturen, dass man nicht für alle individuell die Regeln aufstellen kann. Du wirst bereits nach wenigen Tagen merken, auf welche Förmlichkeiten deine Kollegen und Vorgesetzen besonderen Wert legen. Mit einem freundlichen und aufgeschlossenen Wesen macht man sich definitiv keine Feinde im Büro.


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