Soft-Skills in der Bewerbung Wie verkaufst Du Deine Kompetenzen am besten?

Soft-Skills: Wie stellst du deine Fähigkeiten am besten in Deinen Bewerbungen dar? Und wie findest du heraus, welche Skills du unbedingt in deiner Bewerbung angeben solltest? ALPHAJUMP hat für dich alle Informationen rund um die Soft Skills in deiner Bewerbung.
Soft Skills
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 11.12.2017 | Aktualisiert am: 09.07.2019

Was gibt es für Soft Skills in der Bewerbung?

Wir alle haben von ihnen schon gehört – Soft-Skills. Was versteht man unter den „weichen Fähigkeiten“ und welche Soft Skills Eigenschaften gehören in die Bewerbung? All das erklären wir Dir hier.

1. Definition: Soft-Skills

Was sind Soft-Skills eigentlich?

Soft-Skills sind bestimmte persönliche, soziale und methodische Kompetenzen, die gemeinsam mit den Hard-Skills über berufliche und auch private Erfolge entscheiden können. Soft-Skills sind, gegensätzlich zu den Hard-Skills, schwieriger bis gar nicht zu messen bzw. detailliert zu belegen.

Im Gabler Wirtschaftslexikon wird Soft Skills wie folgt definiert:

"1. Begriff: Soft Skills (weiche Fähigkeiten) ergänzen im Management sogenannte Hard Skills (harte Fähigkeiten) wie Fach- und Methodenkompetenz.
2. Ziel: Das Ziel des Einsatzes von Soft Skills ist, Motivations zu erhöhen oder Widerstandspositionen zu senken, um im Ergebnis die Kooperationsneigung in und um eine Organisation zu erhöhen."

Soft Skills vs. Hard Skills

Unter Soft-Skills versteht der Recruiter Fähigkeiten, welche nicht fachlich kategorisiert werden können, wie ihr Gegenspieler – die Hard Skills. Hard Skills sind fachlich gebunden, ein IT-Informatiker würde beispielsweise Programmiersprachen wie Java oder Python nennen und hat diese durch eine Ausbildung, ein Studium oder Fortbildungen erlernt um sie anschließend auf Zeugnissen oder Leistungstest sichtbar machen zu können. Die "weichen Einstellungsfaktoren", wie Soft Skills auf Deutsch auch genannt werden, sind fachübergreifende, nicht an Schulen studierte Fähigkeiten, welche meist persönlich durch Erfahrung und den Umgang mit anderen Menschen oder im beruflichen Alltag erlernt werden.

Gängige und wichtige Soft Skills

2. Soft Skills im Berufsleben

Warum sind Soft-Skills im beruflichen Leben so wichtig?

Soft Skills gewinnen immer mehr an Bedeutung auf dem Arbeitsmarkt. Teilweise können die sogenannten weichen oder fachübergreifenden Kompetenzen über das Gelingen von Projekten entscheiden, denn dadurch kann die Produktivität gesteigert werden. Im Gegensatz zu den Hard Skills können die Soft Skills schwieriger gelernt oder verbessert werden, weshalb Unternehmen immer mehr Wert darauf legen.

Wenn man sich die oben genannte Soft-Skill Liste durchliest ist die Antwort eigentlich klar, Unternehmen in der heutigen Zeit achten besonders auf zwischenmenschliche Kompetenzen, Lernbereitschaft und Motivation.  Vor Allem von Absolventen oder Studenten, die kurz vor einem Abschluss stehen, wird erwartet, dass sie motiviert und engagiert sind, um die fehlende Berufserfahrung wett zu machen. Abgesehen davon sind Skills wie Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit einfach essenziell wichtig im Berufsleben des 21. Jahrhunderts, egal in welcher Branche, egal welcher Beruf. Soft-Skills zeigen die außerfachlichen Kompetenzen, also die sozialen Kompetenzen auf.

Eine andere Art der Soft-Skills sind die Business Skills, zu Deutsch: berufsrelevante Fertigkeiten. Sie werden je nach Unternehmen unterschiedlich gewichtet. Somit kann das Fehlen verschiedener wichtiger Business Skills ein Grund sein, dass jemand beruflich in einem Unternehmen nicht vorankommt. .

3. Soft-Skills erlernen

Wie kann man Soft-Skills erlernen?

Viele Soft-Skills können durchaus mit dem richtigen Training erlernt bzw. verbessert werden, andere sind begründen sich eher auf die Lebenserfahrung oder auch den individuellen Charakter und sind somit schwer bis gar nicht zu beeinflussen. Die beste Möglichkeit Soft-Skills zu erlernen und trainieren ist, sich gezielt im (beruflichen) Alltag darauf zu konzentrieren und fokussieren.

Der Anfang hiervon wird wahrscheinlich sehr schwer; ohne ein gewisses Level an Eigeninitiative und Lernbereitschaft schaffst Du’s wahrscheinlich nicht, die anderen Skills zu erlernen, aber wenn Du schon hier bist, ist das ja ein Anfang. Noch viel wichtiger ist wahrscheinlich Ehrlichkeit Dir selbst gegenüber, Du musst für Dich herausfinden und analysieren, wo es bei Dir noch hapert und welche Skills unbedingt von Deiner Seite aus verbessert werden müssen. Hintergrundwissen über Soft-Skills kann man sich anlesen, durch Sport (auch Mannschaftssport suggeriert Teamfähigkeit) können zusätzliche Kompetenzen erworben werden und auch Diskussionsrunden mit Freunden und Familie können beispielsweise Schlagkräftigkeit oder Argumentationstaktiken schulen.

Natürlich ist hier üben, üben, üben angesagt, versuche deine theoretisch erworbenen Kenntnisse im Alltag so häufig es geht anzuwenden und somit praktische Erfahrung vor dem Beruf zu erlangen und die Soft-Skills zu trainieren.

Überblick über die wichtigsten Soft Skills in einer Tabelle:

Persönliche Kompetenzen Emotionale / Soziale Kompetenzen Methodische Kompetenzen
Engagement Teamfähigkeit Moderationstechniken
Motivation Integrationsbereitschaft Konfliktmanagement
Eigeninitiative Menschenkenntnis Präsentationstechniken
Eigenverantwortung Empathie und Charisma Gruppendynamik
Neugier Kritikfähigkeit Selbst- und Zeitmanagement
Belastbarkeit Kommunikationsfähigkeit Problemlösungskompetenz
Selbstdisziplin Gesprächsführung Umgang mit Neuen Medien
Selbstvertrauen
Selbstreflexion

Es gibt auch Seminare und Schulungen, die dir dabei helfen neue Soft Skills zu erlernen und trainieren. Du kannst aber auch einfach deine vorhandenen Kenntnisse vertiefen. Meistens bekommst Du auch ein Zertifikat, welches sich dann auch in deinem Lebenslauf gut macht.

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4. Soft-Skills in Bewerbung und Lebenslauf darstellen

Wie kann man Soft Skills in der Bewerbung angeben?

Natürlich kann man einfach in seinem Lebenslauf eine Liste mit seinen Soft-Skills präsentieren oder in seinem Anschreiben eine kurze Aufzählung verfassen, doch sehr viel sinnvoller ist es, seine Fähigkeiten anhand von präzisen Beispielen zu belegen. In den meisten Fällen ist es dann auch sinnvoller, sich auf die essenziellen Skills für den Job zu fokussieren und diese richtig zu präsentieren.

Neben der klassischen Auflistung Deiner Soft-Skills kann man diese sehr gut in den Hobbys und beendeten beruflichen Aktivitäten unterstreichen. Dazu kann ein tabellarischer Lebenslauf dienen. Egal ob als Kellner, Hotelier oder Handwerker – man arbeitet fast immer in einem Team, wenn du dabei eine Aufsichtsrolle übernommen hast umso besser; füge einfach den Beschreibungen der jeweiligen Aktivitäten nebensächlich erscheinende Phrasen wie „im Team“, „als Teammitglied“ oder „in Absprache mit meinen Kollegen“ hinzu. Das Gleiche gilt für die bereits erwähnten sportlich/freizeitlichen Aktivitäten: Mannschaftssport fördert den Team-Spirit, also schreib Dir auch das in deinen CV.

Team Soft Skills
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Team Soft Skills

Im Bewerbungsprozess ist es aber auch wichtig, die Anzahl der Skills begrenzt zu halten; zu viele erwähnen eine zu große Anzahl nach dem Motto „irgendwas davon wird schon interessant sein…“. Versuche nur Deine Fähigkeiten zu erwähnen, die Du auch wirklich gut beherrschst und beschreibe lieber diese dann ausführlich mit Begründungen, wie und wie intensiv Du diese erlernt hast, diese kannst du dann durch Beispiele belegen.

Vergiss auch nicht nach erfolgreicher Bewerbung die Relevanz der Soft-Skills; niemand lernt jemals komplett aus und jeder begeht Fehler, man muss sich nur damit vereinbaren und dem Lernprozess stets offen gegenüber stehen.

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5. Die Top 10 der wichtigsten Soft-Skills

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Soft-Skills, die für den Arbeitsmarkt bedeutend sind. Die 10 wichtigsten und am häufigsten nachgefragten haben wir hier für dich nochmal aufgelistet und kurz erläutert.

  1. Kommunikative KompetenzKommunikationsfähigkeit hilft dir zu erklären und somit Verständnis zu schaffen, zu argumentieren und zu motivieren. Dies gilt nicht nur für mündliches sondern auch für schriftliches Ausdrücken. In einem Assessment Center hilft sie dir ungemein.

  2. EmpathieEmpathie ist eine emotionale Intelligenz. Wer diese besitzt kann sich gut in andere Kollegen hineinversetzen und sie somit leichter von seiner Sache überzeugen und sie führen. Ein empathischer Mensch ist in der Lage Situationen rasch in einem Team zu erkennen und kann somit viel schneller reagieren und entgegenwirken. Es fällt ihm leicht Vertrauen herzustellen und Verständnis für eine bestimmte Situation zu bekommen.

  3. Teamfähigkeit/ TeamgeistIn fast jeder Stellenanzeige ist Teamfähigkeit gefordert. Teamfähig zu sein bedeutet, dass man in der Lage ist, konstruktiv mit anderen in einer Gruppe zusammenzuarbeiten.

  4. Verantwortungsbewusstsein. Dazu gehört, dass man die anvertrauten Aufgaben gewissenhaft umsetzt und für seine Ergebnisse einsteht.

  5. Vertrauenswürdigkeit. Vertrauen ist gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig. Du solltest dich also nicht dazu hinreißen lassen auf Social Media Plattformen deinem Ärger über deinen vorherigen Arbeitgeber preiszugeben oder interne Informationen auf Facebook teilen. Denn Vertrauen ist die Erwartung der Loyalität.

  6. KritikfähigkeitMan lernt nie aus! Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen, deshalb sollte man dankbar für jede Kritik sein und nicht die beleidigte Leberwurst spielen. So lernst du deine Schwächen zu kennen. Denn nur wenn du weißt was du falsch gemacht hast kannst du aus deinen Fehlern lernen und es in Zukunft besser machen.

  7. KonfliktfähigkeitIst die Fähigkeit kritische Situationen oder Konflikte schnell und offen zu besprechen, um eine Lösung zu finden. Lange Auseinandersetzungen, nur um seine eigenen Ziele und Wünsche durchzusetzen, schaden dem Team und der Sache. Wer also Konfliktfähig ist  und fachliche oder menschliche Probleme abgeklärt betrachtet, hat in der modernen Arbeitswelt gute Karten.

  8. Selbstmanagement:Ist ein wichtiger Punkt deiner täglichen Arbeit. Damit ist gemeint, dass du in der Lage sein sollst deinen Arbeitsalltag selbst in die Hand zu nehmen. Dazu zählt sich selbst besser zu organisieren, sich morgens einen Überblick zu verschaffen, seine Aufgaben zu planen und zu priorisieren und dabei natürlich den ganzen Tag motiviert zu bleiben.

  9. Einsatzbereitschaft/ Eigeninitiative: Diese Eigenschaften werden nicht nur von Führungskräften erwartet. Du zeigst sie, indem du nicht pünktlich um 17 Uhr den Stift fallen lässt, sondern deine Aufgabe zu Ende bringst, nicht nur Dienst nach Vorschrift machst oder du einen Kollegen unterstützt. Neugierde ist die Voraussetzung um Eigeninitiative zu starten.

  10. Analytisches Denken: Wer zu denjenigen gehört der über  analytische Fähigkeiten verfügt, der ist in der Lage  das Gesamte zu sehen und einschätzen zu können. Seine Kompetenzen ragen über den eigenen Tellerrand hinaus. Probleme zu erfassen und entsprechend schnell taktisch zu reagieren ist eine weitere Stärke. Auch analytische Fähigkeiten lassen sich trainieren.

6. Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Thema Soft-Skills deshalb so wichtig ist, weil Arbeitgeber nicht nur fachlich qualifizierte Mitarbeiter suchen, sondern solche, die im Stande sind sich schnell in ein bestehendes Team  einzubringen und zu integrieren. In einigen Unternehmen werden die Soft-Skills bereits beim ersten zwanglosen Telefonat getestet. Dabei machen sich die Vorgesetzten schon erste Notizen.

Zum Abschluss noch ein Tipp für deine Jobsuche: Auf ALPHAJUMP kannst du dein kostenloses Job-Match erstellen und herausfinden, wie gut deine Kompetenzen zu deinem Traumjob matchen. Hier kannst Du dich kostenfrei registrieren und ganz bequem Jobanfragen von interessanten Arbeitgebern erhalten.

Quellen: wirtschaftslexikon.gabler.de

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